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Podiumsdiskussion Frauen&Erfolg 2019

von Anneliese Medem

 

Zum 11. Mal hat das Netzwerk am 14. März 2019 im Rahmen der Offenbacher Frauenwoche zur Podiumsdiskussion „Frauen & Erfolg, wie funktioniert’s“ in den Bücherturm eingeladen. Wir wollten wissen, ob Frauen immer noch für Gleichberechtigung, Gleichstellung und Chancengleichheit kämpfen müssen.

 

Drei kompetente Frauen aus Bildung, Politik und Wirtschaft haben mit uns diskutiert und erörtert, wie und wo Frauen Unterstützung bekommen können:

Petra Bünz, geschäftsführende Gesellschafterin des KIZ (Kommunikations- und Informationszentrum), ein Beratungsunternehmen für die persönliche und berufliche Entwicklung,

Karin Dörr, Kommunale Frauenbeauftragte und Amtsleiterin des Frauenbüros in Offenbach und

Hannelore Fähler, geschäftsführende Gesellschafterin der Fähler Stahl- und Metallbau und ehemalige Vorsitzende der Unternehmerfrauen des Handwerks Rhein-Main.

Bei der Frage, ob wir den Internationalen Frauentag am 8. März (noch) brauchen, der in Berlin dieses Jahr erstmalig gesetzlicher Feiertag war, gab es unterschiedliche Meinungen, aber klar war, dass Frauen sich kümmern und auf sich aufmerksam machen müssen, und möglichst nicht nur an einem festgelegten Tag.

Frau Dörr erläuterte das vom Frauenbüro initiierte Erfolgsprojekt um mehr Frauen in Führungspositionen in Offenbach unterzubringen. Durch ein Mentoring-Programm in den städtischen Gesellschaften wurde der Frauenanteil in der Führungsebene auf mehr als 50 % erhöht und die Frauen führen sehr erfolgreich.

Frauen brauchen mehr „Größenwahn“ sagt Frau Bünz, um im Bewerbungsprozess besser wahrgenommen zu werden, da oftmals die Entscheidung zur Stellenbesetzung nach „Bauchgefühl“ und nicht nach objektiver Beurteilung der Kompetenz erfolgt. Dafür bietet u.a. das KIZ Kurse, speziell für Bewerbungen, aber auch generell für die Selbstbehauptung von Frauen.

Dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, bzw. Pflege immer noch hauptsächlich als Problem für die Frauen besteht, hat viele Gründe, unter anderem berichtete Frau Fähler aber auch, dass in Handwerksberufen Teilzeit schwer umzusetzen ist und Männer in Elternzeit eher belächelt werden. Hier arbeitet das Frauenbüro an der Umsetzung der EU-Charta zur Gleichstellung von Frauen und Männern und initiiert familienfreundliche Projekte. 2019 werden zum zweiten Mal Unternehmen ausgezeichnet, die eine gute betriebliche Praxis zur Vereinbarkeit umsetzen

 

Unsere drei Rollen-Vorbilder auf dem Podium haben gelernt, sich zu trauen, für sich zu kämpfen, sich nicht entmutigen zu lassen und empfehlen, dass Frauen Netzwerke knüpfen und sich solidarisch zeigen.

Und wir hoffen mit Margarete Mitscherlich: „Die Zukunft ist weiblich, oder es gibt sie nicht!“

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